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Vegane Säfte: Obst und Gemüse entsaften

von Vegan Fit Werden

In Deutschland trinkt laut Statistik jeder Bürger über 30 Liter Saft pro Jahr. Bei Bier sind es dagegen über 100 Liter. Im direkten Vergleich mit anderen Ländern sind die Deutschen was das Trinken von Bier anbelangt allerdings nur auf Platz 3. Beim Saft hingegen, dürfen wir uns Weltmeister nennen. Kein anderes Land trinkt soviel Saft wie Deutschland. Doch Saft ist nicht gleich Saft. Darüber hinaus ist nicht jeder Saft vegan. Wenn Du wirklich wissen willst, was genau in deinem Saft steckt, dann machst du ihn am besten selbst. Richtiges Entsaften kann einfach, gesund und dazu super lecker sein. Wir zeigen Dir auf was du achten solltest.

Kaltentsaften

Neben reichlich Obst und Gemüse braucht man zum Herstellen von Saft einen Entsafter. Hier kannst Du zwischen zwei Varianten wählen (Kalt- oder Dampfentsaften). Die einfachsten Entsafter bekommst du bereits für sehr kleines Geld. Highend Geräte liegen auch schnell bei mehreren hundert Euro.

Saftpressen – Obstmühlen

Die einfachste Form ist die klassische Saftpresse. Hiermit kannst du vorrangig wasserhaltiges Obst zu leckerem Saft verarbeiten. Zu den beliebtesten Säften gehört hier zweifelsohne der Orangensaft aber auch Grapefruit (Pampelmuse), Zitrone, Granatapfel oder Melone lassen sich gut in der Saftpresse verarbeiten. Wer auf die manuelle Verarbeitung wert legt und gerne auch andere Früchte verarbeiten möchte, der kann dies auch mit einer Obstmühle machen. Rein mechanisch presst Du hier auch noch den letzten Tropfen Saft aus deinem Obst. Im Gegensatz zu anderen Verfahren des Entsaftens wird beim Saftpressen der größtmögliche Vitamin und Enzymgehalt erhalten.

Vorteile

  • Kostengünstig
  • Kein Stromverbrauch (Bei mechanischen Pressen)
  • Einfach zu reinigen
  • Schonendste Form des Entsaftens

Nachteile

  • Schlecht geeignet für die Herstellung von Gemüsesaft
  • Höherer Kraftaufwand erforderlich

Zentrifugenentsafter

Eine weitere Form des Kaltentsaften, ist die Verwendung eines Zentrifugenentsafters. Hierbei wird Obst und Gemüse zerkleinert und der Saft mittels Zentrifuge und Filter von den Faserstoffen getrennt. Hierdurch ergibt sich eine besonders hohe Saftausbeute. Auch die Verarbeitung von festem Gemüse wie Karotten ist problemlos möglich. Gerade für die Herstellung größerer Saftmengen, ist der Zentrifugenentsafters eine gute Wahl. Zwar handelt es sich hierbei immer noch um ein rein mechanisches Verfahren, trotzdem kann die Qualität gegenüber der manuellen Pressung nicht ganz mithalten. Durch die schnellen Drehungen der Zentrifuge, wird sehr viel Sauerstoff in den Saft eingebracht. Dies führt zu einer schnelleren Oxidation und einer damit einhergehenden Qualitätsminderung.

Vorteile

  • Einfache Verarbeitung unterschiedlicher Obst und Gemüsesorten
  • Mechanisches Herstellungsverfahren
  • Geringer Kraftaufwand notwendig

Nachteile

  • Höhere Oxidation des Saftes
  • Aufwendige Reinigung

Dampfentsaften

Beim sogenannten Dampf- oder Heisentsaften wird das Obst und Gemüse bei der Verarbeitung erhitzt. Hierdurch ist es möglich, eine größere Menge Saft als beim Kaltentsaften zu gewinnen. Zusätzlich wird der Saft durch die zugeführte Hitze konserviert und kann längere Zeit gelagert werden. Gerade für Beeren oder andere kleine Früchte eignet sich das Dampfentsaften sehr gut, da hierbei die größtmögliche Menge an Saft erzeugt wird. Der große Nachteil beim Entsaften mit Hitze ist der damit verbundenen Nährstoff-Verlust. Ab einem Temperaturbereich von 44° Celsius werden die enthaltenen Enzyme zerstört. Bei Vitaminen hingegen spricht man von hitzebeständigen und hitzeunbeständigen Formen. Auch hitzeunbeständige Vitamine werden beim Erhitzen im Dampfentsafter zunichte gemacht.

Vorteile

  • Einfache Verarbeitung unterschiedlicher Obst und Gemüsesorten
  • Große Saftausbeute
  • Direkte Konservierung bei der Herstellung

Nachteile

  • Enzyme gehen verloren
  • Vitamine können teilweise verloren gehen
  • Aufwendig

Ist Entsaften Gesund?

Mit dem Trinken von Saft tust du Dir und deinem Körper generell etwas Gutes. Gerade kaltgepresste Säfte haben hohe Enzym- und Vitaminwerte. Trotzdem sollte das Safttrinken nur als Ergänzung zum Verzehr von Obst und Gemüse gesehen werden und dies auf keinen Fall ersetzen. Durch das Pressen gehen immer auch wertvolle Fasern und somit Ballaststoffe verloren. Diese sollten in einer gesunden Ernährung nicht vernachlässigt werden. Ein Glas Saft á 300 ml pro Tag ist als Richtwert für eine gesunde Bereicherung des Speiseplans anzusehen.

Saftkur

Bei Saftkuren wird in der Regel mehrere Tage komplett auf feste Nahrung verzichtet und stattdessen unterschiedliche Säfte verzehrt. Diese Kuren die meist in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, haben viele gesundheitliche Vorteile für den Körper. Die Entlastung des Verdauungstraktes sowie die Stärkung des Darms und ein oftmals eintretender Gewichtsverlust, sind nur einige Vorteile des Saftfastens.

Wer sich näher mit dem Thema auseinandersetzten möchte dem empfehlen wir das Buch Let’s Juice! von Sophie von Gallwitz.

Auf der Webseite von Sophie erhältst Du zusätzlich weitere interessante Informationen zum Thema. Vorbeischauen lohnt sich!

Entschlacken?

Saftkuren oder der Verzehr von Obst und Gemüse steht oft im Zusammenhang mit dem sogenannten Entschlacken. Große Verbreitung findet das Entschlacken in der Alternativmedizin. Dahinter verbirgt sich im allgemeinen das Entgiften des Körper über einen gewissen Zeitraum. Eine Wirksamkeit solcher Verfahren ist nicht wissenschaftlich belegt. Dazu kommt, dass der Begriff „Schlacke“ nicht näher definiert ist.

Zusammengefasst kann man sagen, dass Saftkuren oder Phasen mit geringere Nahrungsaufnahme (Fasten) viele Vorteile mit sich bringen. Ein Entschlacken im Sinne von „Schlacke“ aus dem Körper befördern, gibt es nach aktueller Studienlage nicht.

Entsaften vs. Smoothie

Beim Smoothie wird im Gegensatz zum Saft das ganze Obst und Gemüse verwendet. Mit Hilfe eines Mixers werden Frucht und Gemüse zu einem Brei verarbeitet. Zum Verdünnen kommt entweder, Wasser, Saft oder (vegane) Milch zum Einsatz. Ein Smoothie beinhaltet im Gegensatz zum Saft alle Ballaststoffe da auch die Schale und das Fruchtfleisch mit verarbeitet werden.

Ein Smoothie ist somit mit dem Verzehr von Obst und Gemüse vergleichbar. Beim Saft handelt es sich eher um ein nährstoffreiches Getränk. Aber Achtung, auch ein Smoothie sollte den regelmäßigen Verzehr von Obst und Gemüse nicht ersetzen. Den die Verdauung beginnt bereits beim Kauen im Mund. Dieser Schritt wird beim Trinken von püriertem Obst und Gemüse schlichtweg übergangen.

Entsafter

Welcher Entsafter ist nun der Richtige für mich?

Du trinkst regelmäßig Saft in kleineren Mengen und legst wert auf höchste Qualität? Dann solltest du zu einer klassischen Saftpresse greifen. Für den täglichen Saft zum Frühstück ohne ausgefallene Rezepte ist dies die kostengünstigste und gesündeste Wahl.

Du möchtest Saftkuren machen und unterschiedliche Saftrezepte mit Gemüse und Obst zubereiten? Dann solltest du zu einem Zentrifugen oder Dampfentsafter greifen. Wobei in Punkto Saftqualität hier der mechanische Entsafter klar die Nase vorne hat. Mit dem Dampfentsafter hingegen bekommst du eine größere Ausbeute und kannst den hergestellten Saft problemlos länger lagern.

Die wichtigsten Fragen zum Entsaften

Wie lange ist mein Saft beim Entsaften haltbar?

Selbstgemachter Saft ist im Kühlschrank 1 – 2 Tage haltbar. Durch das Einfrieren kann der Saft bis zu 12 Monate und länger gelagert werden. Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit der Pasteurisierung.

Welche Säfte sind gut zum abnehmen?

Hierfür eignen sich am besten reine Gemüsesäfte da diese aufgrund weniger Kohlenhydrate eine geringere Kaloriendichte als Fruchtsäfte aufweisen.

Wieviel Saft bei Kindern?

Kinder bis zu einem Jahr sollten keine Säfte verzehren. Im Alter zwischen 2 und 6 Jahren sollte die Menge an Fruchtsaft auf 100ml – 170ml pro Tag eingeschränkt werden.

Welchen Entsafter verwenden?

Es gibt zwei Arten von Entsaftern. Kaltentsafter und Dampfentsafter. Die höchste Qualität beim Entsaften erlangt man bei der mechanischen Entsaftung mittels Saftpresse.

Ist Saft gesund?

Saft sollte immer als Zusatz und nicht als Ersatz für den Konsum von Obst und Gemüse angesehen werden. Für zeitlich begrenzte Phasen haben spezielle Saftkuren Vorteile gegenüber fester Kost.

Ist Saft vegan?

Im Herstellungsprozess einiger Säfte wird Gelatine zur Klärung des Safts verwendet. Somit ist bei nicht deklarierten Produkten nicht zu erkennen, ob es sich um ein veganes Produkt handelt.

Einfache Saft Rezepte

Vegane Säfte

Einfache Saftrezepte

In Deutschland trinkt laut Statistik jeder Bürger über 30 Liter Saft pro Jahr. Bei Bier sind es dagegen über 100 Liter. Im direkten Vergleich mit anderen Ländern sind die Deutschen… Featured Vegane Säfte: Obst und Gemüse entsaften European Drucken
Vorbereitungszeit:
Nährwerte 200 Kalorien 20 grams Fett
Bewertung 5.0/5
( 1 Bewertet )

Zutaten

"Scharfe Beere"

  • Erdbeeren
  • Zitrone
  • Rote
  • Paprika
  • Ingwer

"Wintertraum"

  • Apfel
  • Zimt
  • Mandelmilch

"Grüner Mix"

  • Gurke
  • Kiwi
  • Staudensellerie
  • Zitrone

"Tropical"

  • Mango
  • Banane
  • Zitrone
  • Ananas

"Apfel küsst Beere"

  • Himbeeren
  • Granatapfel
  • Apfel

Zubereitung

Die Zutaten können sowohl im Entsafter zu Saft oder in einem Mixer zu Smoothie verarbeitet werden. Die Mengen sollten je nach Geschmack und gewünschter Saftmenge entsprechend gewählt werden. 

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Zusammenfassung

Mit dem richtigen Entsafter und jeder Menge Obst und Gemüse kannst du einfach und schnell leckere vegane Säfte zuhause selbst herstellen. Im Gegensatz zu den meisten Fertigprodukten besitzt der eigene Saft mehr Vitamine und Enzyme. Regelmäßige Saftkuren können dazu dienen den Verdauungstrakt zu entlasten und Gewicht zu verlieren. Trotz der gesundheitlichen Vorteile des Safttrinkens sollte es den Verzehr von ganzen Früchten und Gemüse nicht ersetzen.

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